Die Kluft

Standard

Die Pfadfinderkluft wurde eingeführt, um die Klassenunterschiede der Pfadfinder in der Gruppe zu verwischen. Sie erzeugt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, in Stamm und Ring sowie unter Pfadfindern weltweit.

Ursprünglich wurden khaki-braune Hemden getragen. Einige Bünde tragen heute auch Hemden in anderen gedeckten Farben (blau, grau und weinrot sind sehr verbreitet). In Deutschland wurde nach dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise im Bund Deutscher Pfadfinder blau gewählt, um sich von den braunen Hemden der Hitler-Jugend abzugrenzen.

Die evangelischen Gemeindepfadfinder tragen die alte Kluft der evangelischen Jugend: das grüne Fahrtenhemd. Die Lutherrose ist das gemeinsame Abzeichen aller Pfadfinder im Ring, Ankerkreuz und Kugelkreuz verbinden uns mit der allgemeinen evangelischen Kinder- und Jugendarbeit. Lutherrose und Nationalitäten-Band werden an der linken Brust getragen, Anker- oder Kugelkreuz und Stammesabzeichen auf dem linken Oberarm. Rechts finden auf der Brusttasche die Wofsköpfe und darüber das Weltabzeichen Platz. Abzeichen von Lagern und Kirchentagen schmücken den rechten Oberarm.

Was ist ein Pfadfinder?

Standard

Pfadfinder: Sind das nicht die Jungs mit den großen Hüten, den vielen Abzeichen auf dem Hemd, die Knoten binden, durch den Wald kriechen und jeden Tag ein „gute Tat” vollbringen?

Die Pfadfinder führen sich auf Robert Baden-Powell (von Pfadfindern gerne auch B.P. – sprich ‚bi-pi‘ – genannt) zurück, der 1907 mit dieser Form der naturverbundenen Kinder- und Jugendarbeit anfing. Pfadfinder folgen bestimmten Regeln und Prinzipien. Dabei geht um den achtsamen und verantwortlichen Umgang mit anderen Menschen und mit der Natur. Es geht um die Bildung einer eigenen Persönlichkeit, die in der Lage ist, ihr Leben selbst zu gestalten. Christliche Pfadfinder sehen diese Prinzipien in dem Gebot der Nächstenliebe, in der Achtung vor Gottes Schöpfung und darin begründet, dass jeder Mensch ein von Gott geliebtes, einzigartiges Wesen ist.

Die Pfadfinderarbeit kennt vier methodische Elemente:

  • Regeln („Pfadfindergesetz“)
  • „Learning by doing“
  • Lernen in kleinen Gruppen
  • gemeinsame Aktionen wie Zeltlager, Wanderungen, Geländespiele etc.

… und ein Pfadfinder hat einen Satz aus dem Abschiedsbrief von B.P. immer im Kopf: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.”

 

Kirchentag

Standard

Da wollen wir mal hin!

Pfadfinder und Pfadfinderinnen der verschiedenen Verbände helfen bei kirchlichen Großveranstaltungen wie Kirchen- oder Katholikentag. Sicher ist es ein besonderes Erlebnis in so einem großen Ganzen als Helfer und Helferin mitzuwirken und andere Stämme kennenzulernen. Nirgendwo werden die Pfadfinder so sichtbar für „normale“ Menschen wie auf dem Kirchentag. Ohne Pfadis ginge da nichts.

Wenn unsere Sippe stabil genug sind und das notwendige Alter erreicht haben, dann sind wir sicher auch dabei, wenn es heißt: „Papphocker falten“ oder „Halle überfüllt“.

Pfadfinder A-Z

Standard
A wie …
Abzeichen:
So heißen die kleinen Aufnäher auf dem Fahrtenhemd. Es gibt Abzeichen für den Verband und für den Stamm. Die trägt jeder Pfadfinder eines Stammes. Darüber hinaus werden Abzeichen für bestandene Prüfungen verliehen. Beim REGP sind das Wolfsköpfe in verschiedenen Farben.
Allzeit bereit:
Wahlspruch der Pfadfinder
Ankerkreuz:
Abzeichen der noch nicht konfirmierten PfadfinderInnen. Zeichen der Evangelischen Jungschar.
B wie …
Baden-Powell:
Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, Lord of Gilwell, gründete vor 100 Jahren die Pfadfinderbewegung. Meist nur BiPi genannt.
Banner:
Bezeichnung für die Fahne eine Stammes.
Bund:
Ein Pfadfinder benutzt keine Nägel! Für das Bauen von Bänken oder Zelten gibt es verschiedene Bünde, also Verbindungen, die mit einem Seil „gebunden“ werden.
C wie …
Camping:
Ein Wort, das nichts mit Pfadfinderei zu tun hat.
Christlich:
Wir sehen die Werte der Pfadfinder in unserem Glauben begründet. Andachten und Gottesdienste sind ein selbstverständlicher Teil unserer Arbeit.
D wie …
Dschungelbuch:
Roman von Rudyard Kipling. Bildet die Grundlage der Wölfchenarbeit.
Dienste:
Jeder muss im Lager mit anpacken. Platzdienst, Feuerdienst, Waschwannendienst, Küchendienst, Klodienst usw.; wobei der Klodienst oft an jemanden besonders Ungezogenen vergeben wird. 😉
Dreck:
Ein in der Umwelt natürlich vorkommender Parasit; findet sich während eines Lagers oder einer pfadfinderischen Aktion nach kurzer Zeit auf der Kleidung, in den Haaren oder im Essen eines Pfadfinders; ohne diesen anhänglichen Parasiten würde sich jeder Pfadfinder einsam und verlassen vorkommen.
E wie …
Erste Hilfe:
Jeder Pfadfinder sollte die Erste Hilfe beherrschen um „allzeit Bereit“ anderen im Verletzungsfall helfen zu können.
F wie …
Fahrtenmesser:
Messer mit feststehender Klinge, das nach abgelegter Messerprüfung am Gürtel getragen wird. Allround-Werkzeug.
G wie …
Geländespiel:
Spiel bei den Pfadfindern, dass wie der Name schon sagt im Gelände gespielt wird. Die Pfadfinder bilden häufig mehrere Gruppen, die im Gelände verschiedene Aufgaben bewältigen müssen. Schatzsuche, Orientierung oder Verfolgen von Waldläuferzeichen sind beliebte Aufgaben.
„Gut Pfad”
Der Pfadfindergruß
H wie …
Hajk/Hike:
Zwei- bis dreitägige Wanderung, bei der Proviant und sonstiges Material auf die Rucksäcke der Teilnehmer aufgeteilt wird. Übernachtet wird in der Natur.
Halstuch:
Wird unter dem Hemdkragen getragen und gerollt. Befestigt ist es mit einem Lederknoten.
Hering (auch „Haring” oder „Häring”):
Kleines, meist metallisches Lebewesen, das sich am liebsten im Boden aufhält und sich um die Standfestigkeit eines Zeltes, Mastes, Volleyballnetzes oder ähnlichem kümmert; nicht zu verwechseln mit den – bei Pfadfindern meist ebenfalls beliebten – wohlschmeckenden Meeresbewohnern.
Hordentopf:
Bezeichnung für einen großen Kochtopf der Pfadfinder, der ein Fassungsvermögen von 10 – 20 Litern besitzt und sich gut für die Zubereitung von Ravioli oder Tschai eignet. Leicht erkennbar am rußgeschwärzten Äußeren.
I wie …
Instandsetzen:
Eine Herausforderung an den gemeinen Pfadfinder nach Lagern und ähnlichen Aktionen. Eltern legen darauf – sehr zum Leidwesen des Betroffenen – gesteigerten Wert.
J wie …
Jamboree:
Bezeichnung eines internationalen Pfadfindertreffens. Das Weltpfadfindertreffen wird alle vier Jahre von der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung organisiert.
Jurte:
Ursprünglich Wohnzelt aus der Mongolei (Yurt (türk.): Heim). die Jurte ist eine Form des Schwarzzeltes und besteht aus dem Jurtendach und Quadrat- oder Rechteckplanen, die als Seitenteile mittels einer fingerermüdenden Knüpftechnik und anschließendem Abspannen regendicht verbunden werden.
Aus den Einzelplanen könnnen ganz verschiedene Zeltformen bis hin zu kunstvollen Jurtenburgen und -kathedralen gebaut werden.
K wie …
Kirchentag:
Größtes christliches Festival Deutschlands, das alle zwei Jahre stattfindet. Pfadfinder ab 15 Jahren können als Helfer mitfahren.
Kluft:
Die Kleidung der Pfadfinder, bestehend aus Hemd und Halstuch. Unsere Hemdfarbe ist hellgrün (Farbe der Evangelischen Jugend). Das Hemd sollte zugeknöpft und in die Hose gesteckt werden. Zur Gruppenstunde ist sie erwünscht, zu offiziellen Anlässen Pflicht.
Kohte:
Schwarzzelt aus imprägniertem Baumwollstoff, das hauptsächlich zum Schlafen auf Lagern dient.
Knoten:
Benutzt der Pfadfinder für Seilverbindungen und zur Befestigung diverser Lagerbauten.
Kroki:
Bezeichnung für eine selbst gezeichnete Behelfs-Landkarte. Diese wird oft bei Orientierungsmärschen angefertigt.
Kugelkreuz:
Abzeichen für konfirmierte Pfadfinder, wird unter dem Stammesabzeichen auf dem linken Ärmel getragen.
L wie …
Lager:
Zeltlager unterschiedlicher Dauer, bei dem die Pfadis alles selbst in die Hand nehmen. Höhepunkt des Jahres und gerne mit anderen Stämmen zusammen. Über Pfingsten findet traditionell das Großlager des REGP statt.
Lagerfeuer:
Wo kein Lagerfeuer, da keine Pfadfinder. Lagerfeuer und Pfadfinderei sind fast synonym ;-). Allerdings will der richtige Umgang damit gelernt sein …
Lutherrose:
Wappen Martin Luthers und gleichzeitig Logo des Rings (REGP). Wird auf der linken Brusttasche getragen.
M wie…
Motto
der Pfadfinder: Jeden Tag eine gute Tat.
Morsen:
dahdah dahdahdah ditdahdit dididit dit, dahditdahdit dahdahdah dahditdit dit … ein Verfahren zur Übermittlung von Buchstaben, Zahlen und übrigen Zeichen, dessen sich Pfadfinder gerne bedienen um quer über den Pausenhof – von Mitschülern und Lehrern unbemerkt – Neuigkeiten auszutauschen.
N wie …
Nachtwache:
Die Nachtwache hat die Aufgabe, die in ihren Zelten Schlafenden, die Lagerbauten, Essensvorräte und das Banner zu bewachen und vor einem Überfall zu schützen. Besonders beliebt von 2.15 – 4.45 Uhr …
O wie …
Orientierung:
Wichtiger Bestandteil der Grundausbildung eines Pfadfinders, um im unbekannten Gelände seinen Weg zu finden.
P wie …
Pfadfindertechnik:
Umfasst alle praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die ein Pfadfinder beherrschen sollte, wie Erste Hilfe, Knoten,Orientierung im Gelände, Feuertechniken, Zeltaufbau, Pflanzenkunde, Waldläuferzeichen, Lagerbauten etc.
Pfadfinderversprechen:
„Im Vertrauen auf Gottes Hilfe verspreche ich, Gott zu dienen, dem Nächsten zu helfen und das Pfadfindergesetz zu erfüllen.“
Proben:
Das mit der Zeit erworbene Wissen wird bei den Proben abgeprüft und im Probenbuch vermerkt. Dann gibt’s auch ein neues Abzeichen aufs Hemd!
Q wie…
Querriegel:
Konstituierendes Merkmal der Jungenschaftsjacke (JuJa). Eine aus blauem Stoff gefertigte Schlupfjacke mit großem Kragen und drei geknöpften Querriegeln über dem Ausschnitt.
R wie …
Ranger/Rover:
Alterstufe der „Großen” (ab 16 Jahre).
Rucksack:
Aufenthaltsort der Ausrüstung eines Pfadfinders. Passt viel rein, wenn man’s kann!
S wie …
Schaulager:
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit durchgeführtes Zeltlager, das Einblicke in das pfadfinderische Lagerleben vermitteln soll.
Stamm:
Woran denkst Du bei „Stamm”? An Häuptlinge und Trommelmusik oder eher an Borke und Äste? Beides könnte als Sinnbild für die Bezeichnung einer Pfadfindergruppe als „Stamm” hergehalten haben. Alle Pfadfinder, die in unserer Gemeinde aktiv sind gehören zu unserem Stamm.
Stockbrot:
Ernährung am Lagerfeuer. Traditionell hat jede Meute ihr gut gehütetes Geheimrezept, das außer den Kernzutaten Mehl, Salz und Wasser noch so einiges enthält, was besser niemand weiß.
T wie …
Tschai:
Eine Art (alkoholfreier) Punsch mit Tee, Nüssen und Früchten. Wird vom Druiden im Hordentopf über dem Lagerfeuer nach dem streng geheimen Stammesrezept gebraut.
Taschenmesser:
Der kleine Bruder des Fahrtenmessers. Vor der Messerprüfung der beste Begleiter des Pfadis.
Ü wie …
Überfall:
Nach Möglichkeit unbemerktes nächtliches Aufsuchen des Lagers durch andere Pfadfinder. Der Überfall dient dazu von den Schlafenden unbemerkt, deren Zelte abzubauen, Banner zu entwenden oder Essensvorräte mitzunehmen, die am nächsten Tag gegen entsprechende Leistung wieder ausgelöst werden können. Grund für die Nachtwache.
V wie …
Verschlüsseln:
Pfadis kommunizieren gerne mit Geheimcodes und wetteifern darum wer den effektivsten und schwersten Code verwendet.
W wie …
Wimpel:
Meist dreieckiges Fähnchen an einer Stange, das ein Rudel/eine Meute auf ihren Fahrten begleitet.
Wölfchen:
So heißen unsere Einsteiger von 7 bis 9 Jahre.
Z wie…
Zelt:
Ein temporärer Bau, der leicht zerlegbar und transportabel ist. Der Pfadfinder hält sich besonders gern im s.g. Schwarzzelt auf, das er mitunter zu kunsvollen Burgen arrangiert. Das Zelt ist die mobile Behausung eines Pfadfinders, in dem er im Lager und unterwegs beim Hike oder auf Fahrt wohnt, schläft, isst, spielt und feiert.